Gesichtslähmung

Gesichtslähmung

Fazialsparese

Eine Fazialisparese – also eine Gesichtslähmung – kann den Alltag spürbar beeinflussen: beim Sprechen, bei der Nahrungsaufnahme, beim Trinken und im Umgang mit Mimik und Gefühlsausdruck. In der logopädischen Therapie unterstützen wir Sie dabei, die Beweglichkeit und Kontrolle Ihrer Gesichtsmuskulatur Schritt für Schritt wieder aufzubauen.

Gesichtslähmung: Unterschiede und Erklärung der Fazialsparese

Was ist eine Fazialsparese?

Unter einer Fazialisparese versteht man eine Lähmung bzw. Funktionsstörung des Gesichtsnervs (Nervus facialis). Sie kann je nach Ursache plötzlich auftreten und zu einseitiger Lähmung oder Minderung der mimischen Bewegung führen. Häufig betroffen sind Symptome wie Mundwinkelabsinken, Lidschlussstörung, verminderte Mimik und Probleme beim Sprechen oder Kauen.

Zentrale vs. periphere Fazialisparese

Ein zentraler Unterschied liegt zwischen zentraler und peripherer Fazialisparese. Bei der zentralen Form ist die Steuerung im Gehirn betroffen, typischerweise nach einem Schlaganfall oder anderen neurologischen Ereignissen. Die periphere Fazialisparese entsteht, wenn der Gesichtsnerv selbst geschädigt ist – etwa nach Entzündungen (z. B. Bell’sche Lähmung) oder Verletzungen. Diese Unterschiede beeinflussen Art und Intensität der Therapie, die wir individuell anpassen.

Therapiemethoden bei Fazialsparese

In der logopädischen Therapie geht es nicht nur darum, einzelne Muskeln stark zu machen, sondern vor allem, dass die Bewegungen im Gesicht wieder funktionell und natürlich zusammenwirken. Gemeinsam mit Ihnen trainieren wir gezielt die Gesichtsmuskulatur, verbessern die Koordination und arbeiten an einer möglichst gleichmäßigen Muskelentwicklung, um Fehlspannungen zu vermeiden.

Dafür kombinieren wir verschiedene moderne und bewährte Therapiemethoden:

PNF – gezielte Aktivierung der Muskulatur

Mit speziellen Bewegungsübungen und gezielten Reizen helfen wir Ihrem Nervensystem, die Muskulatur wieder besser anzusteuern. So können Bewegungen Schritt für Schritt zurückkehren.

Novafon – sanfte Vibration für bessere Wahrnehmung

Die Vibrationstherapie mit dem Novafon wirkt tief im Gewebe und kann die Durchblutung fördern, Muskelspannung regulieren und die Wahrnehmung im Gesicht verbessern. Viele Patient:innen empfinden die Behandlung als angenehm und unterstützend.

Vocastim – gezielte elektrische Stimulation

Mit dem Vocastim wird die Muskulatur durch sanfte elektrische Impulse aktiviert. Besonders bei stärker ausgeprägten Lähmungen kann dies helfen, Muskeln wieder „aufzuwecken“ und den Heilungsprozess zu unterstützen.

Ihre individuelle Behandlung

Therapieplan

Jede Fazialisparese verläuft anders. Deshalb nehmen wir uns Zeit für Sie und erstellen eine individuell abgestimmte Therapie. Sie erhalten zusätzlich einfache Übungen für zu Hause, damit Sie aktiv zur Verbesserung beitragen können – in Ihrem eigenen Tempo.

Unser Ziel für Sie

Wir möchten, dass Sie sich wieder sicher fühlen: beim Sprechen, beim Essen – und beim Lächeln. Wenn Sie Fragen haben oder unsicher sind, ob eine Behandlung sinnvoll ist, melden Sie sich gerne bei uns. Wir beraten Sie persönlich und einfühlsam.

MODERNE TECHNIK FÜR IHR GESICHT

VocaSTiM® bei Fazialisparese

Eine Gesichtslähmung (Fazialisparese) verändert nicht nur das Aussehen, sondern beeinträchtigt auch wichtige Funktionen wie das Sprechen, Trinken oder den Augenschluss. Hier setzen wir VocaSTIM® als hocheffektive Elektrotherapie ein. Durch sanfte Stromimpulse regen wir die gelähmten Gesichtsnerven und die feine mimische Muskulatur direkt an. Ziel ist es, die natürliche Beweglichkeit und Symmetrie Ihres Gesichts wiederherzustellen, damit Sie Ihre Ausdruckskraft und Ihr Lächeln schneller zurückgewinnen.

Nächste Schritte

Wenn Sie wegen einer Fazialisparese Unterstützung suchen, nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Gemeinsam schauen wir, ob eine logopädische Therapie mit oder ohne ergänzende Elektrotherapie (z. B. VocaSTIM) sinnvoll für Sie ist – und wie wir Sie auf Ihrem Weg zurück zu sichererem Sprechen und natürlicher Mimik unterstützen können.

Häufig gestellte Fragen

Sprachtherapie verstehen: Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen

Die Schweregrade der Dysphagie werden in vier Stadien eingeteilt, die sich nach der Schluckfähigkeit und Aspirationsgefahr unterscheiden:

  • Stadium 1 (leicht): Betroffene können normale Kost essen, zeigen aber erste Anzeichen wie verzögertes Schlucken oder gelegentliches Husten.
  • Stadium 2 (mittelgradig): Es sind Kompensationstechniken (z. B. Kopfhaltung) nötig; weiche oder pürierte Kost wird besser vertragen als feste Nahrung.
  • Stadium 3 (schwer): Nur angepasste Konsistenzen (z. B. passierte Kost, angedickte Flüssigkeiten) sind sicher; hohes Aspirationsrisiko.
  • Stadium 4 (sehr schwer): Keine orale Ernährung möglich; Betroffene sind auf Sondennahrung angewiesen, um Lungenentzündungen durch Aspiration zu vermeiden

Bei Dysphagie sollten bestimmte Lebensmittel gemieden werden, die das Aspirationsrisiko erhöhen oder schwer zu schlucken sind:

  • Harte, krümelige oder faserige Speisen (z. B. Nüsse, Chips, Vollkornbrot, rohes Gemüse),
  • Klebrige oder zähe Konsistenzen (z. B. Käse, Bananen, zähes Fleisch),
  • Gemischte Konsistenzen (z. B. Suppen mit Einlage, Müsli mit Milch),
  • Dünnflüssige Getränke (Wasser, Saft) – besser Andickungsmittel verwenden.
    Tipp: Eine logopädische Beratung hilft, individuelle Konsistenzstufen (z. B. püriert, weich, fest) zu bestimmen

Eine Dysphagie äußert sich durch typische Warnsignale, die auf eine Schluckstörung hinweisen:

  • Husten oder Würgen beim Essen/Trinken (Hinweis auf Aspiration),
  • Nahrung „bleibt stecken“ oder wird hochgewürgt,
  • „Nasse“ oder gurgelige Stimme nach dem Schlucken,
  • Gewichtsverlust durch verminderte Nahrungsaufnahme,
  • Häufige Lungenentzündungen (durch Eindringen von Nahrung in die Lunge).
    Bei Säuglingen zeigen sich Schluckstörungen durch häufiges Verschlucken oder Atemaussetzer beim Trinken

Die Dauer einer Dysphagie hängt von der Ursache und Therapie ab:

  • Akute Dysphagie (z. B. nach Schlaganfall): Wochen bis Monate – bei konsequenter Therapie (Logopädie, Schlucktraining) oft gute Besserungschlaganfallbegleitung.de+1.
  • Chronische Dysphagie (z. B. bei Parkinson oder nach Bestrahlung): Langfristig oder dauerhaft, erfordert lebenslange Anpassungen (z. B. Ernährungsumstellung)deutsche-familienversicherung.de+1.
  • Neurogene Dysphagie: Bei fortschreitenden Erkrankungen (z. B. ALS) oft progredient – hier steht Symptomlinderung im Vordergrund.
    Wichtig: Eine frühzeitige Therapie verhindert Komplikationen wie Mangelernährung oder Lungenentzündungen