Schluckstörung

Schluckstörungen & Störungen der Nahrungsaufnahme im Überblick

Dysphagie

Allgemeine Schluckstörung

Myofunktionelle Störung

Muskelungleichgewicht im Mund-/Gesichtsbereich

Trachealkanülenmanagement

Bei Dysphagie und neurologischen Erkrankungen

Zustand nach Tumorresektion

Schluckstörungen nach Krebsbehandlungen


Fütterstörung bei Babys und Kleinkindern

Wenn jede Mahlzeit zur Belastungsprobe wird.

VocaSTiM® bei Schluckstörungen

Durch gezielte Reizstrom-Impulse kräftigen wir den Schluckreflex.

Schluckstörungen in jedem Alter

Dysphagie

Dysphagie bezeichnet eine Störung des Schluckakts, die die sichere Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeit beeinträchtigt. Betroffene jeden Alters – von Säuglingen bis zu Senioren – können unter Husten, Würgereiz oder Aspiration (Eindringen von Nahrung in die Luftröhre) leiden. In unserer Praxis in Kleve bieten wir eine individuelle Diagnostik und Therapie, um die Sicherheit und Lebensqualität beim Essen und Trinken wiederherzustellen

Dysphagie: Ursachen, Symptome und Risiken von Schluckstörungen

Wer ist von Dysphagie betroffen?

Dysphagie kann Menschen jeden Alters betreffen, besonders häufig sind: Neurologische Patient:innen (z. B. nach Schlaganfall, bei Parkinson oder Multipler Sklerose – über 50 % der Schlaganfall-Betroffenen sind in der Akutphase betroffen) Säuglinge und Kleinkinder (z. B. Frühgeborene, Kinder mit Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder muskulären Erkrankungen) Senior:innen (häufig durch Demenz, Muskelschwäche oder Medikamentennebenwirkungen) Krebspatient:innen nach Tumorresektionen oder Bestrahlung im Kopf-Hals-Bereich Typische Symptome sind: Husten oder Würgen beim Essen/Trinken, Nahrung bleibt im Hals „stecken“ oder fließt aus dem Mund zurück, Stimmveränderungen (z. B. „nasse“ Stimme nach dem Schlucken), Gewichtsverlust oder häufige Lungenentzündungen durch Aspiration

Warum ist der Schluckakt gestört?

Dysphagie entsteht durch Störungen der Muskelkoordination, Nervenfunktion oder anatomischen Strukturen im Mund-, Rachen- oder Speiseröhrenbereich. Häufige Ursachen sind: Neurologische Erkrankungen (z. B. Schlaganfall, Parkinson, MS, ALS) – hier ist die Steuerung der Schluckmuskulatur gestört. Strukturelle Veränderungen durch: Tumore oder Operationen (z. B. nach Kehlkopf- oder Speiseröhrenkrebs) Narben oder Verengungen (z. B. nach Bestrahlung oder Reflux) Muskuläre Dysbalancen (z. B. bei myofunktionellen Störungen oder Muskelerkrankungen) Psychogene Faktoren (z. B. Angst vor dem Schlucken nach traumatischen Erlebnissen) Besonderheit: Bei Säuglingen zeigen sich Schluckstörungen oft durch häufiges Verschlucken, Husten oder Atemaussetzer beim Trinken, bei Erwachsenen durch plötzliche Schluckblockaden oder Schmerzen.

Therapiemethoden bei Dysphagie

 

Die Behandlung von Dysphagie ist interdisziplinär und richtet sich nach der Ursache. In unserer Praxis setzen wir auf:

  • Logopädische Schlucktherapie:
    • Restituierende Therapieverfahren die die Schluckfunktionen wieder verbessern.
    • Kompensationstechniken (z.B. Kopfhaltung, Schluckmanöver wie „Supraglottisches Schlucken“),
    • Sensibilitätstraining (z.B. mit Kältereizen oder Vibrationstherapie)
    • Anpassung der Nahrungskonsistenz (z.B. Andickungsmittel für Flüssigkeiten).
  • Trachealkanülenmanagement:
    • Spezielle Kanülen (z. B. mit Sprechventil) zur Verbesserung von Atmung und Schlucken,
    • Dekanülierungstraining in Zusammenarbeit mit Pflege und Ärzt:innen.
  • Rehabilitation nach Tumorresektion:
    • Rekonstruktive Chirurgie (z. B. Lappenplastiken nach Kehlkopfentfernung),
    • Ersatzstimmtrainig und Schlucktraining in spezialisierten Zentren.

Wichtig: Bei neurogener Dysphagie (z. B. nach Schlaganfall) ist eine frühzeitige Therapie entscheidend, um Aspirationspneumonien und Mangelernährung zu vermeiden

Wenn Zunge und Lippen das Schlucken und Sprechen behindern

Myofunktionelle Störung

Eine myofunktionelle Störung (MFS) ist ein Muskelungleichgewicht im Mund- und Gesichtsbereich, das Schlucken, Sprechen und sogar die Atmung beeinträchtigt. Betroffene Kinder und Erwachsene zeigen oft einen offenen Mund, eine falsche Zungenlage oder Lispeln. In unserer Praxis in Kleve behandeln wir MFS mit individueller Logopädie, um die Muskelbalance und Funktionen nachhaltig zu verbessern – für klare Sprache und sicheres Schlucken.

Myofunktionelle Störung: Ursachen, Symptome und Auswirkungen auf Sprache & Schlucken

Wer ist von myofunktionellen Störungen betroffen?

Myofunktionelle Störungen treten häufig bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter auf, können aber auch Erwachsene betreffen. Typische Symptome sind ein ständig offener Mund, eine interdentale Zungenruhelage (Zunge liegt zwischen den Zähnen) oder ein vorgeschobenes Schluckmuster, bei dem die Zunge gegen die Zähne drückt. Viele Betroffene lispeln („Sigmatismus“) oder haben Artikulationsprobleme, während Erwachsene oft unter Kieferverspannungen oder Schluckbeschwerden leiden. Häufige Begleiterkrankungen sind Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder chronische Mundatmung durch Allergien

Warum gerät die Muskelbalance aus dem Gleichgewicht?

Die Ursachen für myofunktionelle Störungen sind vielfältig: Häufige Auslöser sind langes Schnullern/Lutschen, Mundatmung (z. B. durch Allergien) oder Zahn- und Kieferfehlstellungen wie Engstand. Auch neurologische Erkrankungen (z. B. Zerebralparese) oder genetische Syndrome (z. B. Down-Syndrom) können das Muskelungleichgewicht begünstigen. Unbehandelt führen MFS oft zu Sprachfehlern, Kauproblemen oder Kiefergelenksbeschwerden durch die Fehlbelastung der Muskulatur.

Therapiemethoden bei Myofunktioneller Störung

Die Myofunktionelle Therapie (MFT) ist ein ganzheitliches Konzept, das auf Mundmotorik-Training, Sensibilitätsschulung und interdisziplinärer Zusammenarbeit basiert. Im Mittelpunkt stehen Zungenübungen (z. B. Zungenspitzen-Halten) und Lippenschluss-Übungen, um die Nasenatmung zu fördern. Ergänzt wird die Therapie durch taktile Reize (z. B. Vibrationsgeräte) und Geschmackstraining, um die Mundwahrnehmung zu schulen. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Kieferorthopäd:innen und HNO-Ärzt:innen, um Zahnfehlstellungen oder chronische Mundatmung parallel zu behandeln – für ein nachhaltiges Ergebnis

Sicherheit für Atmung und Schlucken

Trachealkanülen-management

Bei schweren Schluckstörungen – etwa nach neurologischen Erkrankungen oder Tumoroperationen – kann eine Trachealkanüle lebensnotwendig sein, um die Atmung zu sichern und Aspirationen zu vermeiden. In unserer Praxis in Kleve unterstützen wir Patient:innen und Angehörige im professionellen Umgang mit der Kanüle, von der Dekanülierung bis zum Schlucktraining mit Kanüle. Unser Ziel: Maximale Sicherheit und bestmögliche Lebensqualität trotz Schluckstörung.

Trachealkanüle und Dysphagie: Wann ist eine Kanüle nötig und wie wird sie managed?

Wer benötigt eine Trachealkanüle bei Schluckstörungen?

Eine Trachealkanüle kommt bei schweren Dysphagien zum Einsatz, wenn Aspirationsgefahr besteht oder die Atmung gefährdet ist. Besonders betroffen sind neurologische Patient:innen (z. B. nach Schlaganfall, mit ALS oder Parkinson), Krebspatient:innen nach Kehlkopf- oder Speiseröhrenoperationen sowie Frühgeborene oder Kinder mit Muskelerkrankungen. Bei einseitiger Lähmung steht Heiserkeit im Vordergrund, bei beidseitiger Lähmung drohen Atemnot und vollständiger Stimmverlust – hier sichert die Kanüle den Atemweg und verhindert lebensbedrohliche Komplikationen.

Warum ist eine Kanüle manchmal lebensnotwendig?

Die Notwendigkeit einer Trachealkanüle entsteht durch gestörte Schutzreflexe (z. B. Hustenreflex) oder anatomische Veränderungen im Rachen-/Kehlkopfbereich. Neurologische Erkrankungen wie Schlaganfall oder ALS führen oft zu stillen Aspirationen, bei denen Nahrung unmerklich in die Lunge gelangt. Tumore oder Narben nach Krebsoperationen können die Atemwege verengen, während Langzeitbeatmung (z. B. auf Intensivstationen) eine Kanüle für sichere Atemwegssicherung erfordert. Besonders kritisch ist eine geblockte Kanüle – sie schützt vor Aspiration, erschwert aber das Schlucken und erfordert spezialisiertes Management

Therapiemethoden bei Trachealkanülenmanagement

Das Trachealkanülenmanagement umfasst medizinische, pflegerische und therapeutische Maßnahmen: Kanülenauswahl (z. B. mit Sprechventil) und regelmäßige Pflege beugen Infektionen vor, während Schlucktherapie mit Kanüle (z. B. Kompensationstechniken) die Sicherheit beim Essen verbessert. Ein Dekanülierungstraining bereitet schrittweise auf das Leben ohne Kanüle vor – unterstützt durch Atem- und Schluckübungen. Angehörige werden in Kanülenwechsel, Absaugen und Notfallmanagement geschult, um im Alltag Sicherheit zu geben. Ziel ist immer die bestmögliche Schluckfunktion und – wo möglich – die Dekanülierung

Rehabilitation für mehr Lebensqualität

Tumorresektion

Nach Operationen oder Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich – etwa bei Kehlkopf-, Rachen- oder Speiseröhrenkrebs – können Schluckstörungen auftreten, die Ernährung und Kommunikation stark beeinträchtigen. In unserer Praxis in Kleve begleiten wir Betroffene mit individuellen Reha-Konzepten, um Schlucken, Sprechen und Lebensqualität Schritt für Schritt zu verbessern. Unser interdisziplinäres Team unterstützt Sie von der Akutphase bis zur langfristigen Nachsorge

Schluckstörungen nach Krebsbehandlung: Ursachen und Herausforderungen

Wer ist betroffen?

Schluckstörungen nach Tumorresektionen betreffen vor allem Patient:innen nach Kehlkopfentfernung (Laryngektomie), die ihre Stimme verlieren und unter Aspirationsrisiko leiden, sowie Patient:innen nach Rachen- oder Speiseröhrenkrebs, bei denen Narben oder Verengungen den Nahrungstransport blockieren. Auch Bestrahlungsfolgen wie Schleimhautentzündungen oder Fibrosen führen zu schmerzhaftem Schlucken oder Nahrungsstau. Typische Symptome sind Würgereiz, Gewichtsverlust durch reduzierte Nahrungsaufnahme oder das Gefühl, dass Nahrung „stecken bleibt“

Warum führen Tumortherapien zu Schluckstörungen?

Schluckstörungen nach Tumorresektion entstehen durch Gewebeverlust, Narben oder Nervenschäden während der Behandlung. Operationen entfernen oft Teile der Zunge, des Kehlkopfs oder der Speiseröhre, was die Koordination des Schluckakts stört. Bestrahlungen schädigen Schleimhäute und führen zu Fibrosen, die die Beweglichkeit der Schluckmuskulatur einschränken. Zudem können psychische Belastungen wie Angst vor dem Schlucken oder Depressionen die Symptome verschlimmern – besonders wenn Aspirationserlebnisse traumatisch waren

Therapiemethoden nach Tumorresektion

Die Therapie nach Tumorresektion ist interdisziplinär und kombiniert logopädisches Schlucktraining (z. B. Kompensationstechniken) mit Ersatzstimmtraining (z. B. Ösophagus-Ersatzstimme) und Ernährungstherapie (angepasste Kostformen oder Sondennahrung). Rekonstruktive Chirurgie (z. B. Lappenplastiken) kann verlorene Strukturen ersetzen, während Psychotherapie bei Ängsten oder Depressionen unterstützt. Angehörige werden in Hilfsmittelgebrauch und Alltagsstrategien geschult, um die Selbstständigkeit der Betroffenen zu fördern. Eine frühzeitige Rehabilitation verbessert die Prognose und verkürzt Krankenhausaufenthalte

WENN ESSEN ZUM STRESSFAKTOR WIRD

Fütterstörung

Eine Fütterstörung im Säuglings- oder Kleinkindalter geht oft über ein bloßes „Wählerischsein“ hinaus. Wenn die Nahrungsaufnahme über einen längeren Zeitraum verweigert wird, das Kind bei den Mahlzeiten stark weint oder der Übergang von der Milch zum Brei nicht gelingt, entsteht ein enormer Leidensdruck für die gesamte Familie. In unserer Praxis betrachten wir die Fütterstörung ganzheitlich. Wir helfen dabei, die oralmotorischen Voraussetzungen zu schaffen und begleiten Sie mit feinfühligen Strategien, um die Freude am Essen und Trinken gemeinsam mit Ihrem Kind (wieder-) zu entdecken.

Anzeichen einer Fütterstörung und ihre Hintergründe

Symptome einer Fütterstörung im Alltag

Eine Fütterstörung macht sich oft durch eine dauerhafte Verweigerung der Nahrung oder extrem lange Fütterzeiten von über 45 Minuten bemerkbar. Betroffene Kinder zeigen häufig Abwehrreaktionen wie das Wegdrehen des Kopfes, Würgen bei bestimmten Konsistenzen oder das Horten von Nahrung in den Wangentaschen. Oft wird die Nahrungsaufnahme nur unter massiver Ablenkung (z. B. Fernsehen oder Spielzeug) akzeptiert. Dies führt nicht selten zu stagnierendem Gewicht oder Gedeihstörungen, was die Sorge der Eltern zusätzlich verstärkt und die Füttersituation emotional stark belastet.

Ursachen: Warum das Füttern schwerfallen kann

Die Ursachen sind vielfältig und liegen oft in einer Kombination aus körperlichen und funktionellen Faktoren. Häufig spielen eine Überempfindlichkeit im Mundbereich (orale Hypersensibilität) oder eine noch nicht voll ausgereifte Mundmotorik eine Rolle, die den Wechsel zu festerer Kost erschwert. Auch frühe negative Erfahrungen, wie medizinisches Absaugen oder Sonden-Ernährung nach einer Frühgeburt, können eine Abwehrhaltung auslösen. Zudem können organische Besonderheiten wie ein verkürztes Zungenband oder Reflux das Essen schmerzhaft machen, woraus das Kind eine Vermeidungsstrategie entwickelt, um Unbehagen zu entgehen.

Therapiemethoden bei Fütterstörungen

In der logopädischen Therapie von Fütterstörungen arbeiten wir sehr behutsam und ressourcenorientiert, um eine positive orale Wahrnehmung aufzubauen:

  • Orofaziale Regulationstherapie: Gezielte Übungen zur Kräftigung der Lippen- und Zungenmuskulatur sowie zur Verbesserung der Kofunktionen (Kauen und Schlucken).

  • Desensibilisierung im Mundraum: Vorsichtige Gewöhnung an verschiedene Texturen, Temperaturen und Geschmacksrichtungen, um orale Abwehrreaktionen abzubauen.

  • Unterstützung beim Kostaufbau: Schrittweise Begleitung beim Übergang von flüssiger Nahrung zu Brei oder fester Kost unter Berücksichtigung der individuellen Reife.

  • Elternberatung und Füttercoaching: Gemeinsame Erarbeitung von Strategien für eine stressfreie Füttersituation und das Erkennen der kindlichen Hunger- und Sättigungssignale.

  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit: Enge Abstimmung mit Kinderärzten, Osteopathen oder Ernährungsberatern, um organische Ursachen sicher auszuschließen und ganzheitlich zu helfen.

MODERNE TECHNIK FÜR SICHERES SCHLUCKEN

VocaSTIM® bei Schluckstörungen

Eine Schluckstörung (Dysphagie), etwa nach einem Schlaganfall oder bei neurologischen Erkrankungen, schränkt die Lebensqualität und die Sicherheit beim Essen massiv ein. Hier setzen wir VocaSTIM® als hocheffektive Elektrotherapie ein. Durch sanfte Stromimpulse regen wir die am Schluckakt beteiligten Nerven und Muskeln gezielt an. Ziel ist es, die sensomotorischen Abläufe zu reaktivieren und die Muskelkraft zu stärken, damit Sie wieder sicher, beschwerdefrei und mit Freude genießen können.

Häufig gestellte Fragen

Sprachtherapie verstehen: Antworten auf Ihre wichtigsten Fragen

Die Schweregrade der Dysphagie werden in vier Stadien eingeteilt, die sich nach der Schluckfähigkeit und Aspirationsgefahr unterscheiden:

  • Stadium 1 (leicht): Betroffene können normale Kost essen, zeigen aber erste Anzeichen wie verzögertes Schlucken oder gelegentliches Husten.
  • Stadium 2 (mittelgradig): Es sind Kompensationstechniken (z. B. Kopfhaltung) nötig; weiche oder pürierte Kost wird besser vertragen als feste Nahrung.
  • Stadium 3 (schwer): Nur angepasste Konsistenzen (z. B. passierte Kost, angedickte Flüssigkeiten) sind sicher; hohes Aspirationsrisiko.
  • Stadium 4 (sehr schwer): Keine orale Ernährung möglich; Betroffene sind auf Sondennahrung angewiesen, um Lungenentzündungen durch Aspiration zu vermeiden

Bei Dysphagie sollten bestimmte Lebensmittel gemieden werden, die das Aspirationsrisiko erhöhen oder schwer zu schlucken sind:

  • Harte, krümelige oder faserige Speisen (z. B. Nüsse, Chips, Vollkornbrot, rohes Gemüse),
  • Klebrige oder zähe Konsistenzen (z. B. Käse, Bananen, zähes Fleisch),
  • Gemischte Konsistenzen (z. B. Suppen mit Einlage, Müsli mit Milch),
  • Dünnflüssige Getränke (Wasser, Saft) – besser Andickungsmittel verwenden.
    Tipp: Eine logopädische Beratung hilft, individuelle Konsistenzstufen (z. B. püriert, weich, fest) zu bestimmen

Eine Dysphagie äußert sich durch typische Warnsignale, die auf eine Schluckstörung hinweisen:

  • Husten oder Würgen beim Essen/Trinken (Hinweis auf Aspiration),
  • Nahrung „bleibt stecken“ oder wird hochgewürgt,
  • „Nasse“ oder gurgelige Stimme nach dem Schlucken,
  • Gewichtsverlust durch verminderte Nahrungsaufnahme,
  • Häufige Lungenentzündungen (durch Eindringen von Nahrung in die Lunge).
    Bei Säuglingen zeigen sich Schluckstörungen durch häufiges Verschlucken oder Atemaussetzer beim Trinken

Die Dauer einer Dysphagie hängt von der Ursache und Therapie ab:

  • Akute Dysphagie (z. B. nach Schlaganfall): Wochen bis Monate – bei konsequenter Therapie (Logopädie, Schlucktraining) oft gute Besserungschlaganfallbegleitung.de+1.
  • Chronische Dysphagie (z. B. bei Parkinson oder nach Bestrahlung): Langfristig oder dauerhaft, erfordert lebenslange Anpassungen (z. B. Ernährungsumstellung)deutsche-familienversicherung.de+1.
  • Neurogene Dysphagie: Bei fortschreitenden Erkrankungen (z. B. ALS) oft progredient – hier steht Symptomlinderung im Vordergrund.
    Wichtig: Eine frühzeitige Therapie verhindert Komplikationen wie Mangelernährung oder Lungenentzündungen